Anhörung zur Meisterpflicht fand im Bundeswirtschaftsministerium statt
Gesetzentwurf soll im Herbst 2019 beraten werden

Zum Thema Wiedereinführung der Meisterpflicht fand in der ersten Juni-Woche 2019 eine Anhörung im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin statt. Zentrale Frage war, welche der bisher zulassungsfreien Berufe wieder unter die Meisterpflicht fallen könnten. Vertreter des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes waren zur Anhörung geladen und vertraten vehement die Wiedereinführung der Meisterpflicht im Fliesenlegerhandwerk. Neben den Fachverbänden der zulassungsfreien Gewerke waren auch Vertreter der Berufsgenossenschaften, Gewerkschaften, Wissenschaftler und Verbraucherschützer geladen.
Schon bei der im Vorfeld der Anhörung eingereichten Stellungnahme des FFN wurden die Themen Gesundheit für Leib und Leben und der Verbraucherschutz besonders herausgestellt. Der Umgang mit Gefahrenstoffen, baustatische und -physikalische Kenntnisse, z.B. für den Bereich Fassadenbekleidungen, sowie die Herstellung hygienisch einwandfreier Beläge für Wasseraufbereitungsanlagen oder OP-Räume sind nur einige der vielen Aspekte, die nur in der qualifizierten Meisterausbildung vermittelt werden und die der Meisterbetrieb in der Umsetzung beherrscht. Das ist auch den am Gesetzesvorhaben beteiligten Politikern sehr wichtig und das wesentliche Argument für eine Rückführung in die Anlage A. Weitere Aspekte sind die Ausbildungsleistung und der Kulturgüterschutz.
Im letzten Jahr war die Ausweitung der Meisterpflicht im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbart worden. Der ZDH hat die Diskussion mit einer ökonomischen Stellungnahme und einem juristischen Gutachten begleitet.
Nach der Anhörung in dieser Woche kommen Ende Juni noch Sachverständige im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zu Wort. Anschließend wird das Bundeswirtschaftsministerium einen Gesetzentwurf erarbeiten. Das Gesetz könnte Anfang 2020 in Kraft treten.
Die Meisterpflicht war 2004 für 53 Gewerke abgeschafft worden. Die damalige rot-grüne Bundesregierung versprach sich dadurch mehr Wettbewerb und mehr Gründungen. Der FFN hatte seit der Abschaffung im Jahr 2005 für die Wiedereinführung gekämpft.
Janis Gentner (21) aus Aalen vertritt Deutschlands Fliesenleger bei der WorldSkills 2019 in Russland
Ausscheidungswettbewerb fand im Rahmen der Handwerkertage 2019 bei Karl Dahm in Seebruck statt Julian Kersting (21) aus Warendorf in NRW ist Ersatz-Teilnehmer
Unter den Augen eines zahlreichen fachkundigen Publikums führte die Fliesen-Nationalmannschaft im Rahmen der Karl Dahm Handwerkertage 2019 in Seebruck ihren Ausscheidungswettbewerb für die Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2019 durch. Mit Janis Gentner (21) aus Aalen in Baden-Württemberg, Julian Kersting (21) aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen und Cedrik Knöpfle (22) aus Löffingen in Baden-Württemberg gab es drei engagierte Bewerber für das eine WM-Ticket! Dieses sicherte sich Janis Gentner und vertritt Ende August 2019 das deutsche Fliesenlegerhandwerk bei der WM der Berufe im russischen Kasan.


Cedrik Knöpfle (22) aus Löffingen in Baden-Württemberg erreichte den zweiten Platz, der 21jährige Julian Kersting aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen den dritten Platz. Er wird sich als Ersatz-Teilnehmer mitvorbereiten und kann sich im Jahr 2020 für die EuroSkills qualifizieren.
„Ich habe es mir schon sehr gewünscht, hier zu gewinnen, aber nicht wirklich dran geglaubt. Ich habe seit dem Gewinn meiner Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft im November 2017 unglaublich viel dazu gelernt. Das will ich jetzt in den nächsten 3,5 Monaten bis zur WM perfektionieren. Ich freue mich auf diese Herausforderung“, so Gentner nach der Siegerehrung.

Unterstützung bekommt er von seinem Chef, Patrick Abele, Geschäftsführer von Fliesen Abele GmbH & Co KG aus Aalen. Dort hatte Janis Gentner seine Ausbildung gemacht und arbeitet derzeit als Geselle. „Die WM ist eine tolle Chance für Janis, aber auch für uns als Betrieb. Daraus wollen wir gemeinsam etwas machen. Ich unterstütze sehr gerne junge Menschen in unserem Handwerk. Natürlich wird er mir im Betrieb jetzt fehlen, wenn er sich auf das Training konzentriert, aber am Ende bringt er eine unglaubliche Erfahrung mit und das ist für uns beide gut!“
Julian Kersting kam erst zum Jahresbeginn nach seiner Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft im November 2018 ins Team. „Der Wettbewerb war eine tolle Erfahrung. Ich hatte noch etwas Schwierigkeiten mitzuhalten, aber ich bin fertig geworden und zufrieden. Ich werde jetzt auch kräftig trainieren und will dann nächstes Jahr ganz klar zur EM fahren“, so Kersting.
Die Fliesen-Nationalmannschaft wird vom Fachverband Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes getragen. „Unsere erfolgreiche Fliesen-Nationalmannschaft ist ein hervorragender Sympathieträger für unser Handwerk. Die Teammitglieder zeigen perfekt auf, dass der Beruf des Fliesenlegers abwechslungsreich und vielfältig ist. Handwerk ist wieder eine Perspektive für junge Menschen “, erklärte Fliesenlegermeister Jürgen Kullmann, stellvertretender FFN-Vorsitzender, am Rande des Ausscheidungswettbewerbs. „Für alle drei Teammitglieder ist es keine Frage, dass sie nach ihrer fundierten Ausbildung ihren Meister machen bzw. machen werden, um später qualifiziert unsere Kunden beraten und betreuen zu können. Daher setzen wir uns als Fachverband auch für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein, um ihnen eine gute Zukunft im Handwerk zu ermöglichen.“
„Unseren besten Nachwuchskräften eine Chance zu geben, über sich hinauszuwachsen und zu zeigen, was die duale Ausbildung in Deutschland kann, ist unser Anliegen“, so Andreas Beyer, Fliesenlegermeister und FFN-Vorstandsmitglied, zuständig für die Berufsbildung und Vorsitzender der Bewertungskommission für den WM-Ausscheidungswettbewerb. Der Co-Trainer des Teams, Tim Welberg, selbst Europameister 2016 im Fliesenlegen, zeigte sich begeistert, wie gut vorbereitet und motiviert die drei Teammitglieder in den Wettbewerb gegangen waren.
In 25 Zeitstunden an drei Wettbewerbstagen waren zwei Wände und der Boden einer Dusche zu fliesen. Der Boden hatte ein Gefälle und eine zweistufige Treppe, auf den Wänden war eine geschwungene russische Fahne darzustellen und die Seitenwand der Dusche war mit roten Mosaik-Fliesen zu versehen. Bewertet wurde nach den harten WorldSkills-Kriterien. Es ging um den Millimeter beim Schneiden und Setzen jeder einzelnen Fliese.
Das Team wird seit vielen Jahren von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt. Dazu gehören im Jahr 2019 Ardex, Blanke, Codex, Hacom, Karl Dahm Werkzeuge, Lux Elements, Mapei, Murexin, PCI, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schlüter-Systems, Schönox, Schomburg, Sopro, Visoft und wedi sowie als Materialsponsor die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba.
Im Rahmen der Handwerkertage, eine Fachtagung für Fliesenleger aus ganz Deutschland, findet traditionell der Ausscheidungswettbewerb für die EM oder WM statt. „Trotz Abschaffung der Meisterpflicht im Jahr 2005 braucht das Fliesenlegerhandwerk Fachkräfte mit einer fundierten Lehre und Meisterausbildung. Daher arbeiten wir eng mit dem organisierten Handwerk zusammen und fördern auch den Nachwuchs, der sich der absolut notwendigen Lehre und Meisterbildung mit Leidenschaft stellt“, so Gabriele Dahm-Heuckmann, Geschäftsführerin der Karl Dahm & Partner GmbH. „Alle Teammitglieder sind Gewinner des Herzens und haben sich der Herausforderung super gestellt“, so Stefan Müllner, Prokurist bei Karl Dahm & Partner GmbH.
Die Erfolgsbilanz der deutschen Fliesen-Nationalmannschaft bei internationalen Wettbewerben ist beeindruckend. Bei der EM holte das Team seit 2008 viermal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Bei der WM gab es zuletzt 2013 eine Goldmedaille.
Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“
Die 45. Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“ findet vom 22. bis 27. August in der russischen Stadt Kasan statt. Fast 1.500 Teilnehmer aus 60 Ländern weltweit, die nicht älter als 22 Jahre alt sind, werden erwartet, die in 56 verschiedenen Wettbewerbskategorien gegeneinander antreten. Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration entscheiden über Gold, Silber und Bronze. 36 deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über WorldSkills Germany gemeldet und treten in 33 Disziplinen an.
Baugewerbe nach dem FDP-Bundesparteitag: Wiedereinführung der Meisterpflicht gestärkt
ZDB präsentierte die Baubranche auf dem Parteitag

Nach dem 70. Ordentlichen Bundesparteitag der Freien Demokraten, der Ende April 2019 in Berlin stattfand, sieht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) das Anliegen gestärkt, die Meisterpflicht für einige Gewerke wieder einzuführen. In zahlreichen Gesprächen mit führenden Politikern der Partei wurde deutlich, dass es für die Wiedereinführung der Meisterpflicht eine breite Unterstützung in der FDP gibt. So trafen sich unter anderem die wirtschaftspolitischen Sprecher der Bundestags- und Landtagsfraktionen der Partei am Stand des ZDB, und bekannten sich klar zum Meisterbrief.

„In einigen Gewerken hat sich seit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 gezeigt, dass es zu Fehlentwicklungen gekommen ist. So belegen Sachverständigen-Gutachten beispielsweise im Fliesenlegerhandwerk, dass die übergroße Anzahl der Betriebe ohne Meister- oder Gesellenqualifikation eine mangelbehaftete Ausführung liefert. In den Bauberufen, die besonders gefahrengeneigt sind, entsteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Zudem sind Meisterbetriebe der Eckpfeiler im System der dualen Ausbildung, die es ohne Meisterbetriebe nicht mehr gäbe – eine fatale Entwicklung angesichts des zunehmden Fachkräftemangels“, erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die Gründe für die Wiedereinführung.


Pakleppa weiter: „Es ist zu begrüßen, dass sich auch in der FDP zahlreiche Politiker zum Meisterbrief bekennen und die Bedeutung des Meisterbriefs als Gütesiegel und Qualitätsgarant schätzen.“ Derzeit prüft eine Koalitionsarbeitsgruppe der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD, wie für einzelne Berufsbilder der Meisterbrief europarechtskonform wiedereingeführt werden kann. Der ZDB setzt sich dafür ein, den verpflichtenden Meisterbrief im Fliesenleger-, Estrichleger-, Betonsteinhersteller- und Parkettlegerhandwerk wieder einzuführen.


Julian Kersting, Mitglied der Fliesen-Nationalmannschaft, war mit vor Ort und warb durch ein "Show-Fliesen" am ZDB-Stand für den Meistertitel. Er fertigte das "Ja zum Meister" mit Bisazza-Fliesen. Zahlreiche FDP-Politiker schauten ihm dabei zu. Kersting hatte im November 2018 den 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegt und war ins Team gekommen. Er bereitet sich derzeit mit auf die Berufseuropameisterschaft EuroSkills im September 2020 in Graz vor. Die Entscheidung über das EM-Ticket wird im Frühjahr 2020 bei einem Ausscheidungswettbewerb getroffen.


Fliesen-Nationalmannschaft trainierte erstmal in Donaueschingen
Vorbereitungen auf die Berufsweltmeisterschaft WorldSkills laufen auf Hochtouren

Erstmals ist die Fliesen-Nationalmannschaft zu einem fünftägigen Training ins Ausbildungszentrum Donaueschingen zusammengekommen. Unter Leitung ihres Co-Trainers, Ausbildungsmeister Erik Brie-Knöpfle aus Donaueschingen, bereitet sich das Team auf die nächsten internationalen Berufswettbewerbe vor. Das sind im August 2019 die Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2019 in Kasan/Russland und im September 2020 die Berufseuropameisterschaft EuroSkills 2020 in Graz/Österreich.

In die Fliesen-Nationalmannschaft kommen die besten deutschen Fliesenleger. Sie qualifizieren sich über die Deutsche Meisterschaft in den bauhandwerklichen Berufen. Derzeit sind die Deutschen Meister aus den Jahren 2016, 2017 und 2018, Cedrik Knöpfle (22) aus Löffingen in Baden-Württemberg, Janis Gentner (20) aus Aalen in Baden-Württemberg und Manuel Söhner (22) aus Titisee-Neustadt in Baden-Württemberg sowie der Drittplatzierte aus 2018, Julian Kersting (21) aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen. Knöpfle und Gentner können vom Alter her bei der WM in Russland starten. Die Entscheidung fällt nach einem Ausscheidungswettbewerb Anfang Mai. Für die EM 2020 kommen Gentner, Kersting und Söhner in Frage. Knöpfle hatte bei der EuroSkills 2018 in Budapest die Bronzemedaille geholt. Jeder kann nur einmal bei einem Wettbewerb antreten und darf bei der WM nicht älter als 22, bei der EM nicht älter als 25 Jahre sein.
Während eines nationalen wie internationalen Wettbewerbs müssen mehrere Wände und Böden mit anspruchsvollen Motiven gefliest werden, meist Gebäude, Flaggen oder Logos des Gastgeberlandes und -ortes. Die Motive erfordern anspruchsvolle Schnitttechniken. Diese gilt es in den Trainings wie jetzt in Donaueschingen zu optimieren. Auch wird geübt, mit der im Wettbewerb zur Verfügung stehenden Zeit (bei der WM 22 Zeitstunden an vier Wettbewerbstagen) hinzukommen.
Erik Brie-Knöpfle ist 2015 Ausbildungsmeister im Ausbildungszentrum Bau in Donaueschingen. Er hatte 2013 seine Gesellenprüfung abgelegt und war im gleichen Jahr Deutscher Meister geworden. Seit 2017 ist er Co-Trainer der Fliesen-Nationalmannschaft. „Es motiviert mich sehr, zur Qualifizierung unserer Spitzennachwuchskräfte einen Beitrag leisten zu dürfen und damit unser Land bei internationalen Wettbewerben zu vertreten!“
Die Erfolgsbilanz der deutschen Fliesen-Nationalmannschaft bei internationalen Wettbewerben ist beeindruckend. Bei der EM holte das Team seit 2008 viermal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Bei der WM gab es zuletzt 2013 eine Goldmedaille. Wer auch immer zur WM fahren wird, an diese Erfolge will das Team anknüpfen.
Die Fliesen-Nationalmannschaft wird vom Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes getragen. Es ist ein Projekt im Rahmen der Nachwuchsförderung und Nachwuchswerbung. Das Team wird seit vielen Jahren von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt. Dazu gehören im Jahr 2019 Ardex, Blanke, Codex, Hacom, Karl Dahm Werkzeuge, Lux Elements, Mapei, Murexin, PCI, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schlüter-Systems, Schönox, Schomburg, Sopro, Visoft und wedi sowie als Materialsponsor die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba.
Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“
Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“ findet vom 22. bis 27. August im russischen Kasan statt. Rund 1.600 Teilnehmer aus 60 Ländern weltweit werden erwartet, die in 56 verschiedenen Wettbewerbskategorien gegeneinander antreten. Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration entscheiden über Gold, Silber und Bronze. Voraussichtlich über 40 deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über WorldSkills Germany gemeldet.
Berufseuropameisterschaft „EuroSkills 2020“
Die 7. Berufseuropameisterschaft „EuroSkills 2020“ findet vom 16. bis 20. September in Graz/Österreich statt. Über 500 Teilnehmer aus fast 30 europäischen Ländern und Regionen werden in weit über 30 verschiedenen Berufswettbewerben ihr Können zeigen.
ZDF-WISO berichtete über die Notwendigkeit der Rückkehr zur Meisterpflicht
Staatssekretär Wittke kündigt die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzes bis Sommer 2019 an
2004 wurde die Meisterpflicht abgeschafft. Das erschien zunächst sinnvoll. Heute zeigen sich allerdings dramatische Folgen: Handwerksunternehmen suchen händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Es herrscht Fachkräftemangel.
In einem ausführlichen, weit über vierminütigen Beitrag in der ZDF-Sendung „WISO“ am 1. April 2019 stellte der FFN-Vorsitzende Karl-Hans Körner die aktuelle Situation seines Handwerks vor. ZDB-Geschäftsführer Felix Pakleppa sprach sich für eine Rückkehr der Meisterpflicht aus, um Schwarzarbeit und Illegalität zu bekämpfen sowie die Qualität zu sichern. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie Oliver Wittke kündigte zum Sommer 2019 die Erarbeitung eines Gesetzes an, dass in einigen Berufen die Wiedereinführung des Meistertitels vorsieht. Das gelte nicht für alle Berufe, aber für die, wo es um Verbraucherschutz, Sicherheit und Ausbildungsqualität gehe.
Paul Uth im Alter von 92 Jahren verstorben
Der ehemalige Vorsitzende des Fachverbandes Fliesen und Naturstein, Fliesenlegermeister Paul Uth, ist am 24. März 2019 im Alter von 92 Jahren verstorben.

Paul Uth hat 1948 die Meisterprüfung im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk in Koblenz abgelegt und danach einen modernen Fliesenfachbetrieb in Neuss aufgebaut. Von 1988 bis 2000 war er Vorsitzender des Fachverbandes Fliesen und Naturstein und Vorstandsmitglied im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Fachverbandes Fliesen und Naturstein wurde Paul Uth zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Er war viele Jahre Landesfachgruppenleiter und Vorstandsmitglied im Baugewerbeverband Nordrhein, daneben aber auch in mehreren Ausschüssen des Fachverbandes tätig. Insbesondere im Berufsbildungsausschuss maßgebliche Mitarbeit in der überbetrieblichen Ausbildung der Lehrlinge und am Rahmenlehrplan zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk.
Er legte stets Wert auf gute Beziehungen zu den Partnern innerhalb der Fliesenwirtschaft. Von 1992 bis 1998 war er Präsident der Europäischen Union der Fliesenfachverbände.
Als eine seiner wichtigsten Aufgaben sah Paul Uth darin, den Dienstleistungsgedanken in den Unternehmen des Fliesengewerbes sowie die Nachwuchswerbung weiter zu forcieren und die Gestaltungselemente des Gewerkes noch stärker in den Vordergrund zu rücken.
"Das ist ein wichtiges Signal ..., die Wiedereinführung der Meisterpflicht mehr auf die lange Bank zu schieben"
Bundesrat stimmt bayerischem Antrag auf Wiedereinführung der Meisterpflicht zu
„Das ist ein wichtiges Signal der Ländervertretung an den Bundestag und die Bundesregierung, die Wiedereinführung der Meisterpflicht nicht mehr auf die lange Bank zu schieben, sondern möglichst zügig zu einer entsprechenden Änderung der Handwerksordnung zu kommen. Diese Entscheidung begrüßen wir sehr, sehen wir doch insbesondere im Fliesenlegerhandwerk, zu welchen Verwerfungen die Abschaffung der Meisterpflicht 2004 geführt hat." Dieses Pressestatement gab Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, im Nachgang der Bundesratsentscheidung ab.
Vorstellung der aktuellen FFN-Arbeit auf dem Fliesen&Platten-Forum
FFN war ideeller Träger des Forums

Als ideeller Träger war der Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes auf dem Fliesen&Platten-Forum Mitte Februar 2019 in Köln präsent und stellte seine Leistungen und aktuellen Projekte vor.
Im Rahmen des Vortragsprogramms stellte Bernd Stahl, Vorsitzender des Technischen Ausschusses und FFN-Vorstandsmitglied, die aktuellen Merkblätter vor. Diese werden seit gut einem Jahr vom Technischen Ausschuss intensiv überarbeitet und werden voraussichtlich im Juni 2019 im neuen Handbuch „Technik“ veröffentlicht. In seinem Vortrag zeigte Stahl die wichtigsten Änderungen in ausgewählten Merkblättern vor und stellte kurz da, was ein Merkblatt ist. „Es beschreibt Konstruktionen und Bauweisen, die sich bewährt haben, die in besonders fachkundige Kreisen als gesicherte Bauweisen gelten und die von beteiligten Gewerken auf Verbandsebene mitgetragen werden“, so Stahl. Die Erstellung eines Merkblatts dauere bis zu zwei Jahren. Arbeitskreise des Technischen Ausschusses erarbeiten sie in enger Abstimmung mit betroffenen Fachverbänden, Industriepartnern und interessierten Kreisen.
Im Rahmen der Fachschau hat der Fachverband seine Leistungen vorgestellt und das Gespräch mit Fliesenlegern und den Vertretern der Industrie gesucht. Außerdem warb der FFN für die Branchenaktion „König der Baustelle“, um Fachkräfte zu gewinnen. Die Initiative ging von der Firma Blanke aus, die wichtigsten Branchenverbände und Fliesen&Platten unterstützen das Vorhaben.

Im Praxisblock zeigten die beiden Deutschen Meister und Mitglieder der Fliesen-Nationalmannschaft, Cedrik Knöpfle und Janis Gentner, ihr Können. Unter dem Motto „Praktiker gegen Deutsche Meister“ konnten Fliesenleger ihr Können im Fliesenschneiden zeigen. Das Ergebnis wurde von den jungen Deutschen Meistern bewertet. Das war schwieriger als mancher erfahrener Fliesenlegermeister dachte, brachte aber allen viel Spaß.
Fliesen-Nationalmannschaft startet mit Trainingscamp auf der BAU zuversichtlich ins WM-Jahr
18 Partnerunternehmen unterstützen das Fliesen-Team im Jahr 2019
Fliesen-Nationalmannschaft beim Sponsor Schomburg; Foto: Schomburg
Mit dem traditionellen Trainingscamp auf der Messe BAU im Eingang Ost ist die Fliesen-Nationalmannschaft ins WM-Jahr 2019 startet. Drei der vier aktuellen Mannschaftsmitglieder trainierten in München zusammen mit den Teamkollegen aus dem Nationalteam des Deutschen Baugewerbes. Die Fliesenleger stimmten sich mit dem Fliesen des Motives der Basilius-Kathedrale, dem Wahrzeichen Moskaus am Roten Platz, auf die WorldSkills 2019 in Russland ein.
Zur Fliesen-Nationalmannschaft gehören derzeit:
- Janis Gentner (20) aus Aalen in Baden-Württemberg,
- Deutscher Meister 2017 und Ersatz-Teilnehmer für die EuroSkills 2017
- Julian Kersting (21) aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen, Bronzemedaillengewinner bei der Deutschen Meisterschaft 2018
- Cedrik Knöpfle (21) aus Löffingen in Baden-Württemberg, Deutscher Meister 2016 und Gewinner der Bronzemedaille bei der EuroSkills 2018
- Manuel Söhner (22) aus Titisee-Neustadt in Baden-Württemberg, Deutscher Meister 2018 (Nahm nicht am Training teil.)
Alle vier Teammitglieder werden am Ausscheidungswettbewerb des Fachverbandes Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes teilnehmen, der Anfang Mai 2019 auf den Handwerkertagen bei der Firma Karl Dahm in Seebruck am Chiemsee stattfindet.
Die Fliesen-Nationalmannschaft wird seit vielen Jahren von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt. Dazu gehören im Jahr 2019 Ardex, Blanke, Codex, Hacom, Karl Dahm Werkzeuge, Lux Elements, Mapei, Murexin, PCI, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schlüter-Systems, Schönox, Schomburg, Sopro, Visoft und wedi sowie als Materialsponsor die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba.
Die Fliesen-Nationalmannschaft besuchte auf der BAU zahlreiche Sponsoren. Seitens der Politik kam unter anderem Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, vorbei. Er ist „bekennender Fan“ des Teams und informierte sich intensiv über die WM-Vorbereitungen. Mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wurde über das Thema Wiedereinführung der Meisterpflicht im Trainingscamp gesprochen. Auch er zeigte sich sehr beeindruckt von der gezeigten Präzision der Fliesen-Nationalmannschaft.
Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“ findet vom 22. bis 27. August im russischen Kasan statt. Rund 1.600 Teilnehmer aus 60 Ländern weltweit werden erwartet, die in 56 verschiedenen Wettbewerbskategorien gegeneinander antreten. Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration entscheiden über Gold, Silber und Bronze. Voraussichtlich über 40 deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über WorldSkills Germany gemeldet.
Fliesen-Nationalmannschaft startet mit Trainingscamp auf der BAU zuversichtlich ins WM-Jahr

18 Partnerunternehmen unterstützen das Fliesen-Team im Jahr 2019
Mit dem traditionellen Trainingscamp auf der Messe BAU im Eingang Ost ist die Fliesen-Nationalmannschaft ins WM-Jahr 2019 startet. Drei der vier aktuellen Mannschaftsmitglieder trainierten in München zusammen mit den Teamkollegen aus dem Nationalteam des Deutschen Baugewerbes. Die Fliesenleger stimmten sich mit dem Fliesen des Motives der Basilius-Kathedrale, dem Wahrzeichen Moskaus am Roten Platz, auf die WorldSkills 2019 in Russland ein.
Zur Fliesen-Nationalmannschaft gehören derzeit:
- Janis Gentner (20) aus Aalen in Baden-Württemberg, Deutscher Meister 2017 und Ersatz-Teilnehmer für die EuroSkills 2017
- Julian Kersting (21) aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen, Bronzemedaillengewinner bei der Deutschen Meisterschaft 2018
- Cedrik Knöpfle (21) aus Löffingen in Baden-Württemberg, Deutscher Meister 2016 und Gewinner der Bronzemedaille bei der EuroSkills 2018
- Manuel Söhner (22) aus Titisee-Neustadt in Baden-Württemberg, Deutscher Meister 2018 (Nahm nicht am Training teil.)
Alle vier Teammitglieder werden am Ausscheidungswettbewerb des Fachverbandes Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes teilnehmen, der Anfang Mai 2019 auf den Handwerkertagen bei der Firma Karl Dahm in Seebruck am Chiemsee stattfindet.
Die Fliesen-Nationalmannschaft wird seit vielen Jahren von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt. Dazu gehören im Jahr 2019 Ardex, Blanke, Codex, Hacom, Karl Dahm Werkzeuge, Lux Elements, Mapei, Murexin, PCI, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schlüter-Systems, Schönox, Schomburg, Sopro, Visoft und wedi sowie als Materialsponsor die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba.

Die Fliesen-Nationalmannschaft besuchte auf der BAU zahlreiche Sponsoren. Seitens der Politik kam unter anderem Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, vorbei. Er ist „bekennender Fan“ des Teams und informierte sich intensiv über die WM-Vorbereitungen. Mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wurde über das Thema Wiedereinführung der Meisterpflicht im Trainingscamp gesprochen. Auch er zeigte sich sehr beeindruckt von der gezeigten Präzision der Fliesen-Nationalmannschaft.
Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2019“ findet vom 22. bis 27. August im russischen Kasan statt. Rund 1.600 Teilnehmer aus 60 Ländern weltweit werden erwartet, die in 56 verschiedenen Wettbewerbskategorien gegeneinander antreten. Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration entscheiden über Gold, Silber und Bronze. Voraussichtlich über 40 deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über WorldSkills Germany gemeldet.




























